Jämtlands Flugzeug- und Lottamuseum


 Das Museum wurde im Herbst 1994 eingeweiht und ist seit dem 1. Mai 1995
 für die Öffentlichkeit zugänglich.
 
 Das Museum wurde von Mitgliedern der Sektion Jämtland/Hjärdalen der
 Schwedischen Flughistorischen Vereinigung aufgebaut und wird nun von
 Freiwilligen aus der Umgebung von Östersund betrieben. Die Vereinigung
 hat 6000 Mitglieder in ganz Schweden, 200 davon in diesem Bezirk.
 
 Das Museum wächst kontinuierlich von Jahr zu Jahr sowohl räumlich als
 auch bezogen auf die Anzahl der Ausstellungsstücke.
 
 Aktuell werden mehr als 30 Flugzeuge ausgestellt. Hierbei wird eine
 Mischung aus militärischen und zivilen Typen von Segelflugzeugen bis zur
 37 Viggen gezeigt.        
 Alle Flugzeuge und anderen Ausstellungsstücke haben eine Verbindung zur
 militärischen und zivilen Flugzeuggeschichte in Jämtland/Härjedalen.
 
 Ein wichtiger Teil dieser Geschichte sind Flugmodelle. Verschiedene
 Ausführungen werden gezeigt, darunter solche mit Funkfernsteuerung,
 Segelflugzeuge, gummibandpropellerbetriebene Modelle aus Balsa oder
 Plastik und maßstabsgetreue Nachbauten existierender Flugzeuge.
 
 Der Teil des Museums, der sich mit der Lottabewegung beschäftigt
 (schwedische Frauenorganisation aus Freiwilligen für Aufgaben der
 Landesverteidigung), ist in einem Speisesaal aus dem zweiten Weltkrieg
 mit Holzfeuerherd und andere Gegenstände aus dieser Zeit untergebracht.
 Außerdem wird die Geschichte der Lottabewegung von den 20er Jahren des
 letzten Jahrhunderts bis heute erzählt.
 
 Das Optand Flugfeld wurde in den späten 1930er Jahren unter der
 Bedrohung durch einen wahrscheinlichen Angriff auf Schweden geplant und
 gebaut.
 
 Alle Gebäude und Verteidigungsanlagen sind im Originalzustand erhalten
 und können besichtigt werden.
 
 Von den zehn Hangars gehören sieben dem Museum und sind damit zugänglich
 für Besucher. Die Hangars sind landestypisch  rot mit schwarzen Fenstern
 erbaut um sich nicht von den landwirtschaftlichen Gebäude der Umgebung
 zu unterscheiden. Hier ist besonders die Konstruktion der Tore und Winden
für Besucher intressant.
 

Des Weiteren existieren 15 Erdunterstände (Shelter) von denen einer von
 Bäumen befreit wurde. Dieser befindet sich 100m nördlich der Museumsgebäude.
 
 Auch später noch war das Optand Flugfeld Teil des Base 90-Systems der
 Schwedischen Luftwaffe. Das gepflasterte Feld fungierte als
 “Kurz-Start/Landebahn” mit Rollfeld und Bereichen zum Aufmunitionieren
 und Betanken. Hier landeten die 37er, wurden gedreht und konnten nach
 sehr kurzen Wartungszeiten wieder abheben.
 
 Mit der Verteidigungsgesetzgebung von 2004 wurde F 4 aufgelöst und damit
 verlor auch das Optand Flugfeld seine Rolle als Verteidigungsbasis.
 
 Trotzdem gibt es hier weiterhin fast täglich Flugbewegungen durch einen
 privaten Flugverein, einen Fallschirmsprungverein und Modellflug
 verschiedenster Art.
 
 Optand ist einzigartig in Schweden, da die Einrichtungen der
 Luftwaffenbasis mit ihren Gebäuden und anderen Zeitzeugnissen aus dem
 Zweiten Weltkrieg, der Zeit des Kalten Krieges sowie postsowjetischer
 Zeit erhalten geblieben sind.